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Arthur und Lilly, oder die Geschichte von 1.000 und einem Zufall!

Am Freitag, den 6. Februar 2026 besuchte die Autorin und Historikerin Lilly Maier zum nun bereits zweiten Male das Gymnasium Burgkunstadt, um aus ihrem Buch „Arthur und Lilly“ für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen zu lesen.

Ihr Buch handelt von der Lebensgeschichte des jüdischen Jungen Oswald, später Arthur, Kernberg, der durch die sogenannten Kindertransporte vor den Nationalsozialisten aus Wien gerettet werden konnte. In Frankreich, wo er zunächst eine wunderschöne Zeit verbrachte, war er vorerst sicher vor dem Krieg war. Doch auch dieses behütete Umfeld musste er schnell verlassen und gelangte dann schlussendlich in die USA. Nur durch viel Engagement von vielen Personen, die es gut mit Arthur meinten, konnte er schlussendlich ein sicheres und glückliches Leben führen.

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Die Verbindung von Lilly Maier und Arthur könnte nicht verrückter und zufälliger sein. Sie lebte in ihrer Kindheit in Wien in genau der Wohnung, in der auch Arthur viele Jahre zuvor schon mit seiner Familie wohnte. Durch ein Projekt einer Zeitung fanden die beiden zusammen und wurden mehr als nur Freunde. Arthur nahm Lilly Maier in seine Familie auf und öffnete ihr die Welt seiner Geschichte.

Im Anschluss an die Lesung fand eine Diskussion und Fragerunde statt, in der die Schülerinnen und Schüler interessierte und neugierige Fragen an die Autorin stellten. So konnten sie noch mehr über die Geschichte von Arthur sowie auch der Autorin selbst herausfinden.

Es war in jedem Fall ein spanender und erfahrungsreicher Vormittag, der den Schülerinnen und Schülern die Geschichte von jüdischen Kindern im 2. Weltkrieg aus einer etwas anderen Perspektive näherbrachte.

Patrick Benker

Junior-Wahl am Gymnasium Burgkunstadt

Am Gymasium Burgkunstadt fand auch zu dieser Bundestagswahl wieder eine Junior-Wahl in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 statt. Die Ergebnisse können Sie hier einsehen.

 

Ergebnisse der Erststimme

Erststimme

 

Ergebnisse der Zweitstimme

Zweitstimme

 

Zum Vergleich können Sie hier die deutschlandweiten Ergebnisse der Juniorwahl einsehen.

Ergebnisse Dtld

Bratwurst, Bier und Blasmusik – fränkische Wirtshauskultur

Einen Blick auf die Entwicklung der fränkischen Wirtshauskultur werfen, deren Bedeutung für die Region erkennen und einen Blick hinter die Kulissen wagen, dieser Herausforderung haben sich Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Bratwurst, Bier und Blasmusik – fränkische Wirtshauskultur“ mit dem Leitfach Geschichte unter der Leitung von OStR Michael Klein gestellt und setzten sich mit genau dieser Thematik auseinander.

Im Rahmen eines P-Seminares geht es zunächst um die berufliche Orientierung, aber auch um die Organisation und Realisierung eines gemeinsamen Projektes. Dieses bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, spezifische Rollen innerhalb des Projektes zu übernehmen und sich mit eigenen Interessen und Stärken einbringen.

Ein weiterer, wichtiger Bestandteil eines P-Seminares ist die Zusammenarbeit mit externen Partnern, wodurch die Schülerinnen und Schüler wertvolle Einblicke in die Realität der Berufswelt erhalten.

Zu Beginn der Projekt-Phase informierten sich die Teilnehmer über die fränkische Kultur mit ihren Traditionen und ihrer reichen Wirtshauskultur. Dabei stießen sie auch auf das aufkommende Phänomen des „fränkischen Wirtshaussterbens.“

Anschließend wurde die aktuelle Situation aus der Sicht der Gaststättenbesucher betrachtet. Hierzu führten einige Seminarteilnehmer eine Umfrage bei Gästen durch, bei welcher die Attraktivität von Wirtshäusern im Mittelpunkt stand. Die gewonnenen Ergebnisse waren überraschend:

Der hohe Altersdurchschnitt der Gäste in Wirtshäusern wirkt unattraktiv für die jüngere Generation. Dies bestätigten zwei Drittel der Befragten unter 25. Auch die Speisenauswahl mit vornehmlich deutschen Gerichten wurde von den jüngeren Befragten eher als Nachteil empfunden.

Doch die Schüler gaben sich nicht nur mit der Kritik der Gäste zufrieden, sondern erfragten auch denkbare Lösungsmöglichkeiten und erhielten hierzu interessante Rückmeldungen.

Viele der Befragten wünschten sich eine abwechslungsreichere und zeitgemäßere Speisekarte. Dies bezieht sich vor allem auf die Erweiterung um vegetarische und vegane Gerichte.

Ein uriger Look mit holzgetäfelter Stube gefällt den meisten Befragten. Doch die gewisse Enge in manchen Wirtshäusern wird als unangenehm wahrgenommen, dahingehend sollte sich etwas verändern.

„Aus einem Rührei kann man tatsächlich kein Spiegelei mehr machen“. Diese Worte prägten das Interview mit Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold, der damit auf die schwerfällige Innovation der Gastronomie anspielte. Es geht darum, Gutes und Bewährtes beizubehalten, aber mit Innovationen die Branche in die Neuzeit zu bringen. In einem Gespräch zwischen Seminarteilnehmer Louis-Maximilian König und Herrn Prof. Dr. Dippold schilderte der Bezirksheimatpfleger seine Sicht der Dinge.

Dippold König Interview

Das spannende Ergebnis der Umfrage wollten die Projektteilnehmer nicht für sich behalten und haben hierzu einen Flyer gestaltet, der Aufschluss über das gesamte Projekt gibt. Über QR-Codes können Detailinformationen, u. a. Gründe für das Wirtshaussterben und das gesamte Interview abgerufen werden. Der Flyer kann über das Gymnasium Burgkunstadt bezogen werden oder steht online unter https://drive.google.com/drive/folders/1LwUHLuN32-joYH1fO7kqycF2PL_0x03k zur Verfügung.

Die Seminarteilnehmer nutzten den Elternabend am 26.11.2024, um ihren eigens entworfenen Flyer vorzustellen und zu verteilen. Dabei sprachen sie mit vielen interessierten Eltern über ihre Arbeitsergebnisse sowie über das Phänomen des „Wirtshaussterbens“.

Präsentation Flyer

„Die Schülerinnen und Schüler haben das Projekt mit Kreativität, Spaß und Interesse umgesetzt“, zeigt sich Seminarleiter Michael Klein sehr zufrieden mit den Resultaten der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.  

Das Gymnasium Burgkunstadt hat wieder einmal gezeigt, wie viel Freude Schule machen kann, dass sich berufliche Orientierung sowie Spaß am Lernen mit praktischem Lebensbezug nicht ausschließen.

 

Louis-Maximilian König